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Mittwoch, 9. Januar 2019

Man muß auch mal etwas Neues ausprobieren ...

Liebes Damasu-Team,

besser spät als nie.... ;o)

Wir haben bei Euch einen Pyramiden-Bausatz in "Sonderfarbe"
schwarz-silber gekauft und Euch zugesichert, dass Ihr Fotos vom Resultat
bekommt.

Der Zusammenbau ging problemlos und hat auch viel Spaß gemacht.

Was mich etwas mehr Zeit und auch Nerven gekostet hatte und die
Fertigstellung doch s e h r in die Länge gezogen hatte war, dass ich
unbedingt im Inneren der Pyramide LEDs haben wollte. Ich hab mich dabei
bewusst für kalt-weiße LEDs entschieden, um einen Kontrast zu den Kerzen
zu bekommen.

Das Ergebnis seht Ihr im Anhang.

Also wir sind begeistert von der Pyramide selbst und auch von der
LED-Beleuchtung, beides gefällt uns sehr :o)


Viele Grüße aus Freiberg

Frank Habel






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... um neue Perspektiven zu gewinnen. 


Hallo Familie Habel,


vielen Dank für Ihren Sonderwunsch! Das sind doch mal ganz neue Eindrücke und wieder mal eine Bestätigung für meine Behauptung: "Jede Farbe funktioniert!". Ihre Silberpyramide stilecht in der Silberstadt gefällt mir sehr. Vielen Dank für die Bilder. Sie sind mal wieder eine echte Bereicherung.


Viele Grüße aus dem Erzgebirge,
Matthias Suchfort, DAMASU-Holzkunst




Freitag, 4. Januar 2019

Bastelanleitung Umkehrgetriebe

Die Getriebe im Shop

Bastelanleitung Umkehrgetriebe

Für den Einsatz von Synchronmotoren in Weihnachtspyramiden



DAMASU-Holzkunst. Manufaktur mit Werksverkauf. 09544 Neuhausen/Erzgebirge, Olbernhauer Str. 31, 0173 3666 223, www.holzbastelsatz.de


Allgemeine Hinweise

Die Getriebe im Shop

Einleitung

An Weihnachtspyramiden gehören Weihnachtskerzen.
Das ist eine einfache und unumstößliche Wahrheit und doch, elektrisch betriebene Pyramiden werden immer beliebter. Das Problem dabei sind meist die Motoren. Sie sollen schön langsam laufen, dabei aber leise und natürlich preiswert sein. Das ist schwierig. Viele Motoren sind zu laut und/oder zu schnell und ein guter Motor ist meist sehr teuer.
Als Alternative wird immer öfter ein Synchronmotor, wie sie vielfach in Mikrowellen eingebaut werden, angeboten. Diese erfüllen die gerade genannten Forderungen; sie sind preiswert, leise und auch sehr langsam. Es ist aber nicht alles Gold was glänzt. Diese Motoren haben einen entscheidenden Nachteil. Der Synchronmotor mit einer Phase besitzt keine definierte Drehrichtung. In welche Richtung der Motor drehen wird, ist abhängig von der Ruhestellung des Motors und der Phasenlage des Wechselstromes im Einschaltmoment. Das bedeutet, Sie können nicht vorher bestimmen, in welche Richtung der Motor die Pyramide drehen wird.
Wie kann man dieses Problem lösen?
Eine Möglichkeit ist das immer wieder Ein- und Ausschalten des Motors, bis er die gewünschte Drehrichtung durch Zufall eingenommen hat. Eleganter geht es mit einem Richtungs-Umkehrgetriebe. Dieser Bausatz realisiert mit den Mitteln unserer Holzkunst solch ein automatisches Umkehrgetriebe. Ganz gleich in welche Richtung sich der Motor dreht, die Pyramidenachse wird sich immer rechts herumdrehen. So, wie man das von einer erzgebirgischen Weihnachtspyramide erwartet.
Wie wird das nun realisiert?
Im Grunde genommen ist das ganz einfach. Zwei ineinander greifende Zahnräder drehen sich immer gegenläufig. Nimmt man also eine gerade Anzahl von Zahnrädern, dann wird die Drehrichtung der Antriebswelle und der Abtriebswelle gegenläufig sein. Nimmt man hingegen eine ungerade Anzahl von Zahnrädern, dann werden sich beide Wellen in der gleichen Drehrichtung bewegen. Solch ein Umkehrgetriebe schaltet also in Abhängigkeit der Drehrichtung der Antriebswelle zwischen einer geraden Anzahl von Zahnrädern und einer ungeraden Anzahl von Zahnrädern um. Den Umschaltimpuls löst dabei die Drehrichtung der Antriebswelle selbst aus.
Die benötigten Motoren können wir auf Grund des ElektroGesetzes von 2018 nicht mehr liefern. Sie können die Motoren bei Pollin.de bestellen. Es gibt zurzeit zwei passende Motoren:


1. Bestellnummer 310450; 220V~; 4,1 U/min
2. Bestellnummer: 310704; 21V~; 2,5 U/min
Die Motoren werden mit 50Hz-Wechselspannung betrieben. Der 220V Motor muss von einem Fachmann angeschlossen werden. Für den 21V Motor müssen Sie einen zusätzlichen Trafo anschließen. Der kann eine Ausgangsspannung von 7 - 21 V haben. Mit einer geringeren Spannung läuft der Synchronmotor nicht langsamer, er hat nur weniger Kraft, aber zum Antrieb einer Weihnachtspyramide spielt das keine Rolle.
Zum Aufbau des Getriebes benötigen Sie neben Leim und einem Schraubenzieher auch ein Stück Sandpapier und Kerzenwachs.



Die Getriebe im Shop

Bauanleitung




Vorbereitende Arbeiten

Beginnen Sie mit der Motorplatte. Diese ist mit der Aufschrift "Motor" gekennzeichnet. Schrauben Sie den Motor an diese Platte. Der Motor selbst verdeckt dabei die Schrift auf der Platte.




Auf der Seite der Motorachse werden nun sechs Abstandshalter eingeleimt.






In der Mitte rechts und links der Motorachse werden weitere zwei Teile eingeleimt. Diese dienen später als Anschläge für die Getriebewippe.




Im zweiten Arbeitsschritt wird das Gehäuse der Getriebewippe hergestellt. Dazu benötigen Sie zwei identische Platten und drei Abstandshalter.


Leimen Sie die Teile zusammen. Die "o" markierten Seiten zeigen dabei beide in die gleiche Richtung, nach oben.





Der kleine Zahnradkäfig

Nachdem die Teile des kleinen Zahnradkäfigs gut getrocknet sind, können nun die Zahnräder eingesetzt werden. Sie benötigen dazu zwei Zahnräder mit einem 3 mm Loch in der Mitte und ein Zahnrad, das zu der Motorwelle Ihres Motors passt. Weiterhin benötigen Sie Sandpapier, Kerzenwachs, Leim und den 3 mm Rundstab.


Lösen Sie die Zahnräder vorsichtig aus der Trägerplatte aus. Auch der Zahn, an dem das Zahnrad in der Platte gehalten wird, darf nicht beschädigt werden. Es sind mehr Zahnräder auf der Trägerplatte als Sie benötigen. Verwenden Sie in jedem Fall nur ein Zahnrad, bei dem alle Zähne in Ordnung sind.
Die beiden Zahnräder mit dem 3-mm-Loch müssen im Käfig leicht laufen aber, ohne zu klappern. Ist das nicht der Fall, dann schleifen Sie die Zahnräder etwas dünner. Schleifen Sie dabei nur wenig weg und prüfen Sie die Materialstärke immer wieder am Käfig aus. Das Zahnrad für die Motorwelle muss etwas straffer im Käfig sitzen. Passen Sie es so ein, dass es straff zwischen die Käfigseiten paßt. Warum ist das wichtig? Die Motorbewegung soll später nicht nur die Zahnräder antreiben, sondern auch den Käfig von einer Seite zur anderen Schieben und ihn dort halten. Dazu ist es notwendig, dass etwas Kraft auch auf den Käfig übertragen wird.




Wenn alle drei Zahnräder passen, dann reiben Sie diese komplett, d.h. die Seitenflächen und auch den Zahnkranz mit Kerzenwachs ein.


Auf dem folgenden Bild sehen Sie, wie die Zahnräder jetzt im Käfig angeordnet werden.


Zum Befestigen der zwei Zahnräder mit dem 3 mm Loch benötigen Sie noch zwei kleine Achsen. Diese stellen Sie aus dem 3 mm Rundstab her. Jede Achse ist 8 mm lang. Schneiden Sie entsprechende Stücke ab. Am einfachsten geht das mit einem scharfen Seitenschneider.


Die Zahnräder müssen auf den Achsen wieder leicht laufen, ohne zu klappern. Wenn die Achsen etwas zu dick sind, dann schleifen Sie diese mit dem Sandpapier etwas herunter.


Nun können Sie den kleinen Käfig zusammensetzen. Zuerst wird das Motorzahnrad nach hinten zwischen die drei Haltestege des Käfigs geschoben. Dieses Zahnrad sitzt später auf der Motorwelle und wird demzufolge an dieser Stelle nicht weiter befestigt.


Setzen Sie nun das erste Zahnrad ein und stecken Sie die kleine Achse durch die entsprechenden Bohrungen des Käfigs.


Das Gleiche tun Sie auch mit dem zweiten Zahnrad.




Befestigen Sie die Achsen am Käfig mit je einem Tropfen Leim von beiden Seiten. Lassen Sie den Leim vor dem Weiterarbeiten gut trocknen.



Den kleinen Zahnradkäfig einpassen

Der kleine Käfig muss nun in das Motorgestell eingepasst werden. Dazu benötigen Sie neben den entsprechenden Teilen auch wieder das Sandpapier und das Kerzenwachs.


Fügen Sie zunächst das Motorgestell zusammen. Der Pfeil auf dem Mittelring muss dabei nach außen zeigen. Die beiden übrigen Schrauben können Sie zum Festhalten der Teile nutzen. Ziehen Sie die Schrauben aber nicht fest. Das Motorgestell darf sich nicht verbiegen.


Der kleine Käfig sitzt später zwischen den Platten des Motorgestelles und muss sich dort frei bewegen können. Das heißt, Sie müssen diesen wie zuvor die Zahnräder etwas dünner schleifen und die Seiten mit Wachs einreiben. Die Vorgehensweise ist die gleiche wie bei den Zahnrädern.








Den fertigen Käfig können Sie nun auf die Motorplatte setzen. Dazu zerlegen Sie wieder das Motorgestell.


Der Käfig sitzt zwischen den beiden Anschlägen auf der Motorwelle. Bringen Sie vor dem Aufstecken das Motorritzel in die entsprechende Position.



Die Pyramidenwelle herstellen

Als letztes Bauteil fehlt nun noch die Welle zum Pyramidenantrieb. Diese besteht aus einem Zahnrad mit 3 mm Mittelloch, vier unterschiedlichen Holzscheiben und einem Stück 3 mm Rundstab. Lösen Sie die entsprechenden Teile aus der Trägerplatte aus.


Von dem Rundstab schneiden Sie ein 17 mm langes Stück ab.


Die Welle wird von oben nach unten zusammengesetzt. Leimen Sie zuerst die 9 mm Scheibe mit dem kleineren Loch mittig an eine der beiden 8 mm Scheiben.




In das 3 mm Loch der kleineren Scheibe leimen Sie den Rundstab.


Danach wird die 10-mm-Scheibe aufgeleimt, dann die 11-mm-Scheibe und zum Schluss das Zahnrad.






Der überstehende Zapfen sollte nicht länger als 6 mm sein.



Zusammensetzen des Umkehrgetriebes

Im letzten Arbeitsschritt können Sie nun das Getriebe zusammensetzen und testen.


Überprüfen Sie zuerst den Sitz der Pyramidenwelle. Die Welle sollte leicht in der mittleren Führung laufen und das Zahnrad etwas unter den beiden anderen Zahnrädern liegen. Gegebenenfalls müssen Sie die 3 mm Welle noch etwas nachschleifen.


Sind Sie mit der Welle zufrieden, dann kann auch diese mit Wachs eingerieben werden. Sie können die Welle komplett einreiben außer die nach oben zeigende Fläche mit dem kleinen Loch.


Auf die 3-mm-Welle werden nun 4 Unterlegscheiben gesetzt. Diese sollen die Last der Pyramidenachse tragen.




Setzen Sie die Welle mit den Scheiben in die mittlere Führung ein.


Verschließen Sie das Getriebe und sichern Sie es mit den beiden Schrauben. Ziehen Sie die Schrauben nicht fest, nur so weit, dass Ihnen das Getriebegehäuse nicht wieder auseinander fällt.


Vor dem endgültigen Verschließen des Motorgehäuses schließen Sie den Motor an Ihre Spannungsquelle an und testen Sie das Getriebe. Schalten Sie die Spannung mehrmals an und ab und provozieren Sie einen Rechts- und Linkslauf des Motors. Der kleine Käfig sollte sich bei einer Drehrichtungsänderung ein paar Millimeter zur Seite bewegen und die Pyramidenwelle muss sich immer nach rechts drehen. Wenn sich der Käfig nicht bewegt, dann haben Sie wahrscheinlich die Schrauben zu fest angezogen. Lockern Sie diese und probieren Sie es noch einmal.


Sind Sie mit der Funktion zufrieden, dann können Sie das Motorgehäuse endgültig verschließen. Öffnen Sie es dazu noch einmal und geben Sie etwas Leim auf die äußeren sechs Zapfen. Setzen Sie den oberen Deckel wieder auf und lassen Sie alles trocknen.


Die Schrauben brauchen Sie jetzt nicht mehr. Zum Befestigen des Getriebes in einer Pyramide können Sie die verschiedenen Löcher auf dem Außenkranz nutzen. Auf die Pyramidenwelle des Getriebes können Sie weitere Scheiben leimen, um die Höhe an die Achse Ihrer Pyramide anzupassen.




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