Donnerstag, 20. Mai 2021

Bastelanleitung Bodenplatte



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Die Zäune im Shop

Bastelanleitung Bodenplatte

Ein Zubehör für das Gründerzeit-Sortiment.



DAMASU-Holzkunst. Manufaktur mit Werksverkauf.

09544 Neuhausen/Erzgebirge, Olbernhauer Str. 31, 0173 3666 223, www.holzbastelsatz.de

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Die Wabenstruktur
Die Oberfläche bei den Komplettbausätzen
Die Oberfläche aus pauschalen Sperrholzplatten
Die Bodenplatte von unten verkleiden




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Allgemeine Hinweise

Vorwort


Basteln macht Spaß und das Ergebnis macht Stolz! Das gelingt ganz einfach mit unseren Komplettbausätzen. Manchmal möchte man sich aber auch von den vorgedachten Bausätzen lösen und etwas Eigenes schaffen. Vieles ist möglich, vielleicht möchten Sie ein Diorama aufbauen, einen kleinen Schwibbogen oder einen Kerzenständer nach eigenen Vorstellungen gestalten oder eine Kutsche schön in Szene setzen. Ganz gleich, ob nun für die eigene Wohnung oder als Geschenk, an solch einem Modell kann man mal seiner Fantasie freien Lauf lassen.

Oft scheitert solch ein Projekt aber schon bei der Auswahl und Beschaffung der passenden Bodenplatte. Wer sich ein schlichtes Brett aus dem Baumarkt zurechtsägen kann ist klar im Vorteil. Wer dann auch noch mit Bohrer und Fräse für eine schöne Außenkante und Durchbrüche für evtl. zu verlegende elektrische Leitungen sorgen kann, dem steht für sein neues Projekt nichts mehr im Wege. Das ist vielfach auch die preiswerteste Variante, aber sie steht eben nicht allen Bastlern offen. Als Alternative bieten wir mit unseren Wabenplatten-Bausätzen eine Möglichkeit an, eine Bodenplatte selbst herzustellen.

Diese Bodenplatte hat eine Hohlraumstruktur. Aus vielen Einzelteilen wird eine senkrecht zur Oberfläche stehende Wabenstruktur hergestellt, die dann mit einer Holzplatten von oben und Papier von unten (nicht im Lieferumfang enthalten) abgedeckt wird. Dadurch entsteht eine sehr leichte aber stabile Bodenplatte.



Die Wabenteile sind alle durchbrochen, sodass mit elektrischen Leitungen jeder Punkt der Bodenplatte ganz leicht erreicht werden kann. Das hat den Vorteil, dass Sie nicht wie bei einer Massivholzplatte alles bis ins kleinste Detail vorplanen und ausmessen müssen, um die Kabelkanäle einzufräsen und die notwendigen Durchbrüche herzustellen. Bei der Waben-Bodenplatte genügt es, an der entsprechenden Stelle ein Loch durch die dünne Abdeckplatte zu bohren, um die Kabel nach unten zu führen. Solch ein Durchbruch ist schnell erledigt und kann beim Bestücken der Bodenplatte bewerkstelligt werden. In der Bodenplatte selbst können die elektrischen Leitungen dann frei verlegt werden. Es gibt auch genügend Befestigungsmöglichkeiten, um zum Beispiel eine Zugentlastung für das Anschlusskabel herzustellen. Selbst der Einbau von etwas größeren Komponenten, wie einem Batteriefach, ist durch geschicktes Weglassen einzelner Teile der Wabenstruktur möglich. Insgesamt macht diese Bodenplatte das Verlegen von elektrischen Leitungen sehr einfach. Die Bodenplatten gibt es in zwei Varianten. Zum einen stehen verschiedene Komplettbausätze zur Verfügung. Diese unterscheiden sich in der Größe der nutzbaren Fläche. Zu den Komplettbausätzen gehören immer die Teile der Wabenstruktur und die obere Abdeckplatte aus Holz.

Zum Zweiten bieten wir Ihnen die Möglichkeit, eine pauschale Bodenplatte aufzubauen. Damit können Sie sich eine Bodenplatte in einer individuellen Größe und Form aufbauen. Da sie individuell aufgebaut werden kann, geben wir im Shop nur eine ungefähre Fläche an, die man mit den Teilen aufbauen kann. Je nach der gewünschten Größe müssen Sie also eine gewisse Anzahl von Wabenbausätzen erwerben. Abgedeckt wird die fertige Wabenstruktur mit pauschalen Sperrholzplatten. Diese müssen zuvor noch auf Maß geschnitten werden. Das erledigt man am einfachsten mit einer Laubsäge und etwas Sandpapier. Wie man das macht, lesen Sie weiter unten bei der Beschreibung der einzelnen Arbeitsschritte nach. Von unten wird auch diese Platte mit Papier abgedeckt. Das ist im Lieferumfang nicht enthalten.



Der Aufbau der unterschiedlichen Bodenplatten ist im Prinzip immer gleich. Deshalb zeigen wir in der Anleitung nur den Aufbau der großen Bodenplatte mit 98 x 25 Zentimeter.



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Die Wabenstruktur


Den Kern der Bodenplatte bildet die Wabenstruktur. Diese besteht aus nur zwei Bauteilen den kleinen Verbindungsstreifen und den größeren Wabenwänden. Die kleinen Verbindungsstreifen sind immer gleich, aber von den Wabenwänden gibt es vier unterschiedliche Formen. Sie unterscheiden sich durch die Haken an den Seiten. Lösen Sie zuerst alle Teile aus der ersten Trägerplatte aus und sortieren Sie diese nach ihrer Form. Lösen Sie bitte jede Trägerplatte einzeln aus und verbrauchen Sie die Teile, bevor Sie die nächste Trägerplatte auslösen. So behalten Sie einen besseren Überblick über den gleichmäßigen Verbrauch der Teile.



Mit den kleinen Verbindungsstreifen können Sie zum Beginn schon mal einige Waben zusammensetzen. Wenn Sie sich nun diese Struktur genauer ansehen, dann werden Sie feststellen, dass außer am Rand immer drei Streifen an einer Verbindungsstelle zusammenstoßen.

Diese Erkenntnis ist wichtig, um das Prinzip zum Aufstellen der Wabenwände zu verstehen und umzusetzen. Auch bei den Wabenwänden treffen sich immer drei Stück an diesen Verbindungsstellen. Die Wabenwände kann man aber nicht so schön zusammenlegen wie die kleinen Verbindungsstreifen, sondern sie kreuzen sich in der Senkrechten zu dritt an den Verbindungsstellen. Demzufolge sind die Verbindungshaken unterschiedlich ausgearbeitet.



Das Prinzip ist nun recht einfach: Wenn eine Wabenwand eine Verbindungsstelle zum ersten Mal belegt, dann muss der Haken um zwei Drittel nach oben offen sein. Wenn die gleiche Verbindungsstelle von einer anderen Wabenwand zum zweiten Mal belegt wird, dann muss ein Haken verwendet werden, der mittig angebracht, also noch ein drittel nach oben offen ist und wenn diese Verbindungsstelle zum dritten und letzten Mal belegt wird, dann geht nur noch ein Haken, der nach unten offen ist.

Daraus folgt, dass der Start immer mit solch einem Teil beginnt, das auf beiden Seiten nach oben um zwei drittel offen ist.



An dieses Startteil kommt dann ein Teil, das am Startteil mit einem Haken befestigt wird, der nach oben zu einem drittel offen ist und an der anderen Seite wieder zu zwei drittel nach oben offen ist.

Im dritten Schritt wird dann an das Startteil ein Teil gesetzt, das auf der einen Seite nur nach unten und auf der anderen nur nach oben offen ist. Die gleichen Teile setzen Sie auch auf die andere Seite des Startteiles.



Probieren Sie das Prinzip zunächst ohne die kleinen Verbindungsstreifen aus und versuchen Sie drei oder vier Waben ohne Leim zusammenzustecken. Wenn das Prinzip klar ist, können Sie mit dem richtigen Aufbau der Wabenstruktur beginnen. Dazu legen Sie immer ausreichend der kleinen Verbindungsstreifen in Wabenstruktur auf Ihre Arbeitsplatte.

Nun leimen Sie das Startstück in einen der Verbindungsstreifen. Danach leimen Sie die zweite Wabenwand ein. Achten Sie beim Einleimen der einzelnen Wände immer auf die kleinen Verbindungsstreifen. Diese müssen ordentlich zusammengesteckt bleiben.



Bauen Sie nun Wand für Wand die Wabenstruktur auf. Achten Sie dabei immer auf das vorher beschriebene Prinzip.



Die Steckverbindungen gehen recht straff. Das soll so sein, damit eine stabile Struktur entsteht. Setzen Sie die Wände beim Zusammenstecken exakt senkrecht aufeinander und schieben Sie die Teile vorsichtig bis ganz nach unten. Mit ein wenig Übung wird Ihnen das gut gelingen. Während des Aufbaues können Sie die Struktur etwas beschweren.



Auch auf die oberen Kanten der Wabenwände müssen die kleinen Verbindungsstreifen aufgeleimt werden. Immer, wenn bei einer Wand alle anliegenden Wände eingesetzt sind, kann der Verbindungsstreifen aufgeleimt werden.



Die Anordnung der Waben bei den Komplettbausätzen ist vorgegeben. Orientieren Sie sich dazu an den Abbildungen. Bei der individuellen Bodenplatte legen Sie die Anordnung der Waben selbst fest.









Trotz des Aufbauprinzips gibt es viele Varianten, wie die Teile zusammengesteckt werden können. Wundern Sie sich also nicht, wenn Teile übrig bleiben. Das ist normal. Sie sollten aber trotzdem gerade bei den Teilen B und C auf einen gleichmäßigen Verbrauch achten. Es ist möglich eine Wabe vorrangig mit dem einen oder dem anderen Teil aufzubauen. Wenn Sie merken, dass von einem Teil zu viele auf dem Tisch liegen bleiben, dann können Sie bei der nächsten Wabe probieren, davon mehr zu verbauen. Auch am Rand der Struktur, wo nur zwei Teile sich kreuzen, kann man das eine oder andere überzählige Teil mit verbauen. Wenn Sie jede Trägerplatte einzeln auslösen, dann haben Sie einen besseren Überblick über den gleichmäßigen Verbrauch der Teile. Die Abbildung zeigt den Stand der Arbeiten nach zwei Trägerplatten.

Ist Ihre Wabenstruktur fertig aufgebaut, dann streichen Sie die Verbindungsstellen der einzelnen Holzteile bitte noch einmal von innen und von außen mit Leim aus. Das gibt zusätzlichen Halt.





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Die Oberfläche bei den Komplettbausätzen


Die Oberfläche der Wabenstruktur wird mit einer Sperrholzplatte abgedeckt. Bei größeren Bodenplatten kann diese Abdeckplatte aus mehreren verzahnten Platten bestehen.



Durch die Sperrholzplatte an der Oberseite und die Papierfläche an der Unterseite erhält die Struktur ihre Stabilität. Die beiden Oberflächen werden beim Durchbiegen der Bodenplatte auf Zug belastet, das heißt, beide Oberflächen müssen eine geschlossene Fläche bilden. Bei der oberen Sperrholzplatte gewährleisten wir die Zugfestigkeit durch die Verzahnung der Platten untereinander. Damit die Sperrholzfläche ihre Funktion erfüllen kann, muss sie möglichst großflächig auf die Wabenstruktur aufgeleimt werden. Der erste Schritt dazu ist das Überschleifen der Wabenstruktur von beiden Seiten. Damit sollen überstehende Leim- oder Holzreste entfernt werden.

Nun legen Sie die Sperrholzplatten auf Ihrer Arbeitsfläche zusammen und leimen die Wabenstruktur von einer Seite großzügig ein.



Legen Sie dann die Wabenstruktur mit der eingeleimten Seite auf die Sperrholzplatten auf und richten Sie diese mittig aus. Zum Trocknen sollten Sie die Bodenplatte ordentlich beschweren.



Bei den großen Bodenplatten empfiehlt es sich, die Sperrholzplatten nicht in einem Zug aufzuleimen, sondern schrittweise vorzugehen. Legen Sie dazu wie zuvor beschrieben alle Sperrholzplatten auf Ihrer Arbeitsfläche zusammen, leimen Sie aber zuerst auf der Wabenstruktur nur das Stück für eine mittlere Platte ein. Legen Sie die Wabenstruktur dann auf die Sperrholzplatten und lassen Sie diese unter Druck trocknen. Danach leimen Sie den nächsten Abschnitt für die nächste Sperrholzplatte ein und wiederholen den Vorgang, bis alle Platten angeleimt sind.







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Die Oberfläche aus pauschalen Sperrholzplatten


Bei einer individuell gestalteten Bodenplatte sind die Arbeitsschritte für die obere Abdeckplatte die gleichen wie bei den Komplettbausätzen nur mit dem Unterschied, dass Sie vor dem Aufleimen die Sperrholzplatte noch in Form bringen müssen. Dazu liefern wir Ihnen verzahnte Sperrholzplatten in einer festen Größe von 18 x 27 Zentimeter. Durch die Verzahnung können die einzelnen Platten miteinander verbunden werden und bilden so eine auf Zug belastbare Gesamtplatte.

Stecken Sie eine entsprechende Anzahl der Abdeckplatten auf Ihrer Arbeitsfläche zusammen. Zeichnen Sie nun die Wabenstruktur mit einem Bleistift auf die Sperrholzplatten. Sie müssen sich dabei nicht exakt an die Wabenstruktur halten. Das Sperrholz verträgt durchaus ein bis zwei Zentimeter an Überhang. Das gibt Ihnen viel Spielraum für eine individuelle Form Ihrer Bodenplatte.



Sägen Sie die einzelnen Abdeckplatten mit einer Laubsäge zurecht und verschleifen Sie die Sägekanten mit Sandpapier.







Sie können die Form auch auf ein beliebiges Stück Sperrholz zeichnen oder auch auf dickeren Karton.



Die fertigen Abdeckplatten können Sie nun ganzflächig auf die Wabenstruktur leimen.



Zum Trocknen pressen Sie die gesamte Bodenplatte gleichmäßig.

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Die Bodenplatte von unten verkleiden


Auch die Unterseite der Wabenstruktur muss abgedeckt sein. Das gewährleistet die Durchbiegefestigkeit der Bodenplatte und schützt gleichzeitig die im Inneren verlegte Elektrik. Dafür verwenden Sie Papier. Dieses ist im Lieferumfang nicht enthalten. Das Papier hat den Vorteil, dass bei verlegter Elektrik der spätere Zugang gewährleistet bleibt. Das Papier können Sie leicht wieder aufschneiden und überkleben. Die Papierabdeckung auf der Unterseite sollte mindestens 200 Gramm stark sein und auch die bei der oberen Abdeckung schon beschriebene Zugfestigkeit aufweisen. Normales Schreibmaschinenpapier ist dabei die einfachste Lösung. Wenn Sie davon drei Lagen mit Überlappungen aufleimen, dann haben Sie alle Bedingungen erfüllt. Schneller geht es, wenn Sie in der entsprechenden Größe einen Bogen Bastlerkarton zur Verfügung haben. Solchen Karton habe ich hier verwendet. Möchten Sie in das Innere der Bodenplatte nichts weiter einbauen, dann können Sie die Unterseite sofort verschließen. Zuerst müssen Sie dem Papier oder dem Karton die Wabenstruktur an der Außenseite geben. Wenn Sie einen Karton verwenden, dann legen Sie die Bodenplatte einfach auf und zeichnen die Struktur mit einem Bleistift nach. Bei Schreibmaschinenpapier brauchen Sie das Papier nur auflegen und mit dem Finger die Kantenstruktur durch das Papier drücken.

Schneiden Sie nun den markierten Karton oder das markierte Papier aus ...

... und leimen Sie es großflächig auf die Wabenstruktur. Damit steht Ihre Bodenplatte für weitere Aufbauten bereit.



Wenn Sie Elektrik oder andere Dinge in die Bodenplatte einbauen möchten, dann können Sie diese meist erst zum Abschluss der Arbeiten verschließen. Achten Sie aber auch dann auf eine möglichst großflächige und gleichmäßige Verleimung des Kartons. Denken Sie daran, dass neben dem Schutz Ihrer Einbauten die Abdeckung der Unterseite auch für die Stabilität der ganzen Bodenplatte wichtig ist.

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