Posts mit dem Label Elektronik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Elektronik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 6. August 2018

Achtung: Ab sofort keine Elektronik mehr aus der Manufaktur DAMASU

Werte Bastelfreunde und die, die es noch werden wollen!

Ab dem 15. August 2018 gilt das neue Elektrogesetz.

Dieses Gesetz bestimmt die Abgabe- und Registrierungspflicht für jeden Hersteller von Elektrogeräten.

Elektroschrott ist ein wertvoller Rohstoff. Dieser Rohstoff muss gesammelt und wiederverwertet werden. Die Sammlung und Aufbereitung wertvoller Rohstoffe, nicht nur von Elektroschrott, ist im Jahre 2018  immer noch teurer als das Gewinnen der Materialien aus der Erde. Diese Fehlentwicklung haben wir einer jahrzehntelangen Vernachlässigung des Themas durch unsere Politik und Industrie zu verdanken. Unsere Technologien auf dem Gebiet der Rohstoffgewinnung aus Abfall könnte wesentlich weiter sein. Die Industriestaaten könnten heute der größte Rohstofflieferant der Welt sein.

Diese Fehlentwicklung möchte man nun auf Kosten Anderer korrigieren!

Bei diesem hilflosen Versuch ist wiedereinmal ein Bürokratiemonster herausgekommen, dass mehr Kapital an Eigenverwaltung verbrennen wird, als der Sache zu dienen. Das Gesetz tritt weitestgehend undifferenziert an den einzelnen Hersteller heran. Das heißt, die Registrierungs- und Meldepflichten und auch die Grundpauschalen die für die einzelnen Pflichten anfallen sind gleich, unabhängig davon, ob man als Einzelkämpfer auf dem Markt steht oder als Konzern. Einzig die Mengenabgabe der in Umlauf gebrachten Elektronik berücksichtigt die Unternehmensgröße.

Wir haben uns das Gesetz angesehen. Es ist leider nicht umsetzbar! Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass jedes Kleinst- und Kleinunternehmen, dass sich diesem Gesetz aussetzt, dem Untergang geweiht ist.

Deshalb haben wir uns entschlossen alle Angebote die dieses neue Gesetz betreffen aus unserem Programm zu streichen. Was bedeutet das im Einzelnen?

- Viele Produkte, wie die elektrischen Straßen- und Wandlaternen werden ersatzlos gestrichen.

- Die Elektrobausätze, die von der Firma Neuhatronic hergestellt werden, können nur noch dort direkt bestellt werden.

- Maßgeschneiderte Elektronik für unsere Bastelsätze wird es nicht mehr fertig aufgebaut geben. Wir werden die Sachen weiterhin entwickeln, aber nicht mehr anfertigen und vertreiben. Die vollständigen Dokumentationen darüber mit Einkaufslisten, Schaltplänen und Leiterplattenlayouts werden wir kostenlos zur Verfügung stellen.     

- Wo es möglich ist, werden wir auf fertige Elektronik aus chinesischer Produktion zurückgreifen, die wir bei deutschen Händlern beziehen werden.

Wir bedauern diese Schritte außerordentlich und entschuldigen uns bei Ihnen für die schlechte Arbeit unserer gemeinsam gewählten Regierung.  

Ihre Manufaktur für Holzkunst DAMASU
Daniela und Matthias Suchfort

PS: Die Maßnahmen betreffen auch die große Gründerzeit-Pyramide. Von Januar bis Mai dieses Jahres haben wir die Elektronik in aufwendiger Handarbeit hergestellt. Vor lauter Arbeit ist uns die Entwicklung in unserer Gesetzgebungsindustrie entgangen. Das böse Erwachen kam nun. Elektronik im Wert von ca. 10.000 Euro und fünf Monate Arbeit gehen nicht wie geplant in zwei bis drei Generationen auf die Müllhalde, sondern jetzt. Wir bedanken uns dafür! Es ist aber nicht aller Tage Abend. Die Elektronik ist hier im Blog dokumentiert und kann nachgebaut werden. Die Holzteile der Pyramide sind lieferbar und wir helfen gern. Sprechen Sie mit uns!

   

Freitag, 11. Mai 2018

Elektrodokumentation zur Gruenderzeitpyramide

Das erste Video einer elektrischen Gründerzeit-Pyramide in Farbe

Bastelanleitung

Zum Shop

Bildergalerie


Die Elektronik zu der neuen großen Gründerzeitpyramide ist ein Kapitel für sich. Deshalb gibt es nun auch eine eigene Dokumentation dazu.

Im Anschluss finden Sie das Schaltbild, die Bestückungspläne der Leiterplatten und eine Bauteilliste. Klicken Sie einfach auf die Bilder um sie in eine lesbare Größe zu bringen oder laden Sie sich die Bilder zum Ausdrucken auf Ihren PC. 

Für den Privatgebrauch ist der Nachbau gestattet, die kommerzielle Nutzung jedoch nicht. Möchten Sie die Schaltung nachbauen, dann können Sie die Leiterplatten bei der Firma platinenbelichter.de beziehen.

Aber keine Angst; Sie müssen die Elektronik für Ihre neue große Gründerzeitpyramide nicht selber aufbauen, zumindest dann nicht, wenn Sie schnell waren und eine der 45 limitierten Pyramiden mit Elektrobausatz erstanden haben. Bei diesen 45 Pyramiden geben wir das Elektromodul komplett fertig aufgebaut mit und dazu auch alle nötigen LED-Kabel. Sie müssen die Teile nur noch einbauen und zusammenstecken. Das stellt keine Schwierigkeit dar.

Trotzdem ist es sinnvoll, dass auch Sie sich diese Dokumentation herunterladen und archivieren. Eine Pyramide aus dem Erzgebirge ist ein langlebiges Erzeugnis und Technik kann auch mal kaputtgehen. In dem Falle ist es gut, wenn man für einen Fachmann ein paar Unterlagen bereit stellen kann.

Für die Langlebigkeit auch unserer Elektronik haben wir uns einiges einfallen lassen. Der gesamte Aufbau der Schaltung ist sehr konservativ und reparaturfreundlich.

Einige Stichpunkte dazu:
  • Der Integrationsgrad ist nicht sehr hoch. Wir haben elektronische Bauelemente in handlicher Form verwendet und auf moderne SMD-Technik verzichtet. Dadurch wird der Aufbau zwar etwas größer, aber man kann mit normalen Handwerkzeug Bauelemente austauschen und in der Schaltung vernünftig messen. 
  • Die verwendeten Bauelemente sind Standard-Bauelemente die man auch in Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach immer wieder für kleine Anwendungen brauchen wird und die damit auch verfügbar bleiben werden. Im IC-Bereich haben wir uns auch an Standard-Serien gehalten. Einfache Schaltkreise, wie die aus der HC74-Familie und OPV wird es so oder ähnlich immer geben. 
  • Die Schaltung ist modular aufgebaut. Das trifft auf die Leiterplatten selber zu (Steuerung, Motortreiber, Verteiler und Bewegungsmelder sind einzelne Leiterplatten) als auch auf den Schaltungsaufbau innerhalb der Steuerelektronik. Der getrennte räumliche Aufbau hat den Vorteil, dass einzelne Komponenten bei Bedarf einfach durch andere ersetzt werden können. Der modulare Aufbau der Schaltung eröffnet Möglichkeiten für eine Erweiterung der Schaltung. So ist es zum Beispiel vorstellbar, dass neben unserer kleinen Programmsteuerung die 12 Lichtkreise auch durch einen Computer gesteuert werden können. Der Aufwand dazu wäre vergleichsweise gering. 
  • Die Schaltungsauslegung trägt auch zur Langlebigkeit bei. Wir haben alle Bauelemente sehr konservativ eingesetzt, d.h. wir gehen bei keinem Bauelement an irgendwelche technische Grenzen. Im Gegenteil, wir versuchen weit darunter zu bleiben um die Wärmeentwicklung und elektrische Belastung so gering wie möglich zu halten.
  • Den Spannungseingang haben wir durch eine Schmelzsicherung (1,6 A) und eine zusätzliche Z-Diode abgesichert. Die Z-Diode verursacht einen Kurzschluss, wenn die Eingangsspannung über 5,6V ansteigt. Dieser Kurzschluss wird die Sicherung zerstören. Damit ist sichergestellt, das Überspannungen gar nicht erst in die Schaltung geraten und erst eine Überlastung von Schaltungsbauelemten die Sicherung zum Schmelzen bring. Das würde mit hoher Wahrscheinlichkeit die Schaltungsbauelemente ebenfalls zerstören.
  • Mechanische Bauelemente sind vom Verschleiß besonders betroffen. Deshalb muss man hier besondere Vorsicht walten lassen. Den Motor haben wir von der drückenden Last der Mittelachse befreit. Ein großes Kugellager fängt den Druck auf die Motorachse ab. 
  • Auch Schalter sind anfällige mechanische Bauelemente die gerne verschleißen und ihren Dienst versagen. Deshalb haben wir auf mechanische Schalter komplett verzichtet und Gabellichtschranken als Schaltelemente eingesetzt.
Dies und noch ein paar weitere kleine Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die Technik möglichst lange Einsatzbereit bleibt.

Eine Pyramide ist schließlich ein Erbstück!

Schaltbild







Leiterplattenbestückung









Stücklisten

  Stückliste zur Platinenbestückung

Teil            Anzahl       Artnummer         Anbieter   

74HC00               1         74HC 00             Reichelt   
74HC4017           1                                     csd-elektronic   

LM 324 Ne3        3    LM 324 NE 3          Reichelt   

Gabel-LS             7    CNY 36                    Reichelt

Diode                 52    1N4148                     Pollin

Poti 100k              1    76-10 100K              Reichelt

Steckernetzteil      1    351836                     Pollin   

Hohlbuchse           1    451618                     Pollin   

Zeherdiode            1    140142                     Pollin   

Sicherung              1    260002                     Pollin   

Sicherungshalter    2    260781                     Pollin   

R 68 Ohm              8    1/4W 68                   Reichelt
R 100 Ohm            7    MPR 100                  Reichelt
R 175 Ohm            4    MPR 180                  Reichelt
R 330 Ohm          12    MPR 1,00K              Reichelt
R 1 kOhm              7    MPR 1,00K              Reichelt
R 10 kOhm            1    MPR 10,0K              Reichelt
R 47 kOhm          12    MPR 47,0K              Reichelt
R 100 kOhm        12    MPR 100K               Reichelt

C 100µ                   2    RAD 100/25             Reichelt
C 470µ                   3    RAD 470/16             Reichelt
C 1000µ                 4    RAD FC 1.000/16    Reichelt   
C 2200µ                 5    RAD FC 2.200/16    Reichelt

Transistor             12    BC337                      Reichelt

Stecker 2pol         44    PSS 254/2G              Reichelt   
Stecker 3pol           1    PSS 254/3G              Reichelt   
Stecker 4 pol          8    PSS 254/4G              Reichelt


seperate Bauteile

LED

rot                                   64
gelb                                32
bunt (RGB-Wechsler)    8
weiß                               12
blau                                4

Kupplungs-
leergehäuse  2pol    64    PSK 254/2W    Reichelt
Kupplungs-
leergehäuse  3pol    1    PSK 254/3W    Reichelt
Kupplungs-
leergehäuse  4pol    8    PSK 254/4W    Reichelt


Bauteilliste für Schrittmotorsteuerung für Gründerzeitpyramide

Teil    Zahl    Artikelnummer    Anbieter   

74HC00        1    16001        csd-elektronic   

74HC4015    1    74HC4015    Reichelt   

LN2003         1    21251        csd-elektronic   

10k                 1    113-K010    csd-elektronic   

4,7k               1    113-K004,7    csd-elektronic   

1k                  1    113-K001    csd-elektronic   

15Ohm          4    113-0015    csd-elektronic   

Poti 100k       1    105-TLK100    csd-elektronic   

100nF            1    11391        csd-elektronic   

22µF              4    120-N0220V063    csd-elektronic   

Lötstecker
2pol                1    016-S020    csd-elektronic   

3pol                1    016-S030    csd-elektronic   

5pol                1    JST XH5P ST    Reichelt   

Kabelbuchse
2pol                1    016-B02    csd-elektronic   

3pol                1    016-B03    csd-elektronic   

Krimpkontakte    5    016-001    csd-elektronic   

Motor             1    310543        Pollin.de   

Platine            1            Platinenbelichter.de                           


Das erste Video einer elektrischen Gründerzeit-Pyramide in Farbe

Bastelanleitung

Zum Shop

Bildergalerie



Donnerstag, 28. Juli 2016

Fahrstuhlturm für den großen Gründerzeit-Schwibbogen 2017

Was in diesem Jahr nicht geworden ist, soll im kommenden Jahr aber wieder werden - der Bau eines großen Gründerzeit-Schwibbogens mit allem Drum und Dran.

Da ich mich in den letzten Monaten intensiv mit dem Fahrstuhlturm beschäftig habe, war es nun naheliegend den Turm für den nächsten großen Schwibbogen auch gleich mit durchzuziehen. Die Steuerelektronik ist nun fertig. Wie man sieht, ist es nicht die Standardleiterplatte der normalen Fahrstuhltürme. Der Schwibbogen wird wieder einen eingebauten Computer bekommen. Daher konnte ich an der Motorsteuerung den Zeitgeber einsparen. Dafür ist ein Seriell-parallel-Wandler hinzugekommen.

Warum ein Seriell-parallel-Wandler? Der Computer hat nur eine begrenzte Anzahl an steuerbaren Ausgängen. Die Anzahl an Lichtern wird aber immer größer. Im großen Gründerzeit-Schwibbogen vom Nussknackermuseum habe ich die Lichter in sinnvolle Gruppen zusammengelegt, damit ich mit den zur Verfügung stehenden Computerausgängen auskomme. Bei dem neuen Schwibbogen möchte ich diesen Kompromiss nicht mehr eingehen. Mit dem Seriell-parallel-Wandler benötige ich nur drei Ausgänge und kann beliebig viele Lichter anschließen und einzeln ansteuern. Ein großer Vorteil! Schon bei dem Turm wird es mehr Lichter geben als bei dem Standardturm. Die Treiber für alle Lichter des Fahrstuhlturmes sind auch mit auf der Steuerplatine untergebracht.

Die Leiterplatte sieht zwar nicht so professionell aus aber sie funktioniert. Für einen einmaligen Aufbau lohnt sich keine richtige Leiterplatte, da muss es die gute alte Uni-Platine machen.



In den nächsten Tagen wird der ganze Fahrstuhlturm fertig sein. Bilder folgen dann sofort.

Dienstag, 5. Juli 2016

Bastelanleitung für einen Fahrstuhlturm mit Motor und Beleuchtung

Bastelanleitung Fahrstuhlturm

mit Beleuchtung, Motor und Steuerung



DAMASU-Holzkunst, Manufaktur und Werksverkauf. 09544 Neuhausen/Erzgebirge, Olbernhauer Str. 31, 0173 3666 223, www.damasu.de

Der Fahrstuhlturm in Farbe oder Natur im Shop

Allgemeine Hinweise

Einführung zurm Fahrstuhlturm

Ein Höhepunkt unseres großen Gründerzeitschwibbogens ist der große Fahrstuhlturm. Diesen gibt es nun auch einzeln für Ihre Weihnachtsdekoration. Der Fahrkorb bewegt sich auf und ab und streut mit seiner Innenbeleuchtung und der Verglasung im Tiffanystil ein interessantes Farbenspiel auf seine Umgebung. Um diesen Effekt zu erzielen, ist allerdings einiger Aufwand erforderlich. Der Fahrkorb muss bewegt und auch noch von innen heraus beleuchtet werden.


Schritt für Schritt werden wir uns zum Erfolg vortasten. Zuvor noch einige Bemerkungen zum prinzipiellen Aufbau.
Ein Fahrstuhl, in den wir uns bedenkenlos hineinwagen würden, hat immer einen Hebemechanismus, viele Entschalter und Sensoren und einige Sicherheitskomponenten, um Abstürze zu vermeiden. Nicht zu vergessen ist auch die TÜV-Plakette. Bei einem Modell kann man sich viele dieser Komponenten sparen. Eigentlich kann man sich so ziemlich alles davon sparen. Um genau zu sein, habe ich die Fahrstuhltechnik auf einen Motor mit Zugseil und an jedem Ende einen Endschalter reduziert.
Ein wenig aufwendiger ist die Steuerungstechnik geworden. Mit ihr wird die Bewegung des Fahrkorbes gesteuert. Sie können dabei mit einfachen Kippschaltern den Fahrkorb nach oben und nach unten bewegen oder den Betrieb zeitgesteuert ablaufen lassen. Dabei setzt sich der beleuchtete Fahrkorb im Abstand von einigen Sekunden selbstständig in Bewegung. Zusätzlich wird der obere Turmrundgang in Gelb oder Rot beleuchtet.
Die elektronischen Komponenten sind fertig aufgebaut und geprüft. Sie müssen diese beim Aufbau des Turmes nur noch zusammenstecken. Alle Steckverbindungen sind verdreh- und verwechslungssicher ausgeführt. Dort wo das bei einem Verbindung nicht der Fall ist, hat auch das seinen Sinn. Dazu aber später mehr.
Keine Regel ohne Ausnahme; eine Stelle gibt es doch, wo Sie noch einige Drähte anklemmen müssen. Aber auch dazu später mehr.
Die Steuerung kann auch ohne die Kippschalter verwendet werden. Sie ist so ausgelegt, dass sie auch von einer digitalen Gesamtsteuerung angesteuert werden kann, z. B. von einem Raspberry-Minicomputer oder einer einfachen Logikschaltung. Im einfachsten Fall kann man den Eingangsstecker auch mit zwei Jumpern belegen und der Fahrstuhl fährt bei Stromzuführung immer im zeitgesteuerten Modus und leuchtet in der festgelegten Farbe. Der Steuerung und ihren Möglichkeiten haben wir ein extra Kapitel gewidmet.
Bitte verändern Sie die elektronischen Komponenten nicht und setzen Sie diese auch keinen mechanischen oder anderen Belastungen aus.
Ein allgemeiner Hinweis: Arbeiten Sie bei der Mechanik besonders sorgfältig und lassen Sie sich viel Zeit. Arbeiten Sie alle beweglichen Teile gut ein und prüfen Sie den exakten Sitz und die Leichtgängigkeit lieber einmal mehr als einmal zu wenig. Arbeiten Sie die einzelnen Schritte genau so ab, wie sie im Folgenden beschrieben werden. Heben Sie die Bauanleitung für spätere Reparaturen auf.
Nun genug der Vorrede, jetzt geht es an die Arbeit.

Das Turmgestell mit dem oberen Rundgang

Der Aufbau des Turmes erfolgt in vier Schritten. Zuerst wird das Holzgestell aufgebaut. Danach werden die Innenbauten angefertigt und eingesetzt. Im dritten Schritt wird der Turmschaft verkleidet und verziert. Zum Schluss muss noch das Turmdach hergestellt werden. In dieser Reihenfolge ist auch die Anleitung aufgebaut. Beginnen Sie mit dem Holzgestell. Dafür sind folgende Teile erforderlich.


Im ersten Schritt werden die vier langen Seitenteile "E" mit der unteren Platte und den drei Stützringen verleimt. Die untere Platte hat dazu an vier der zwölf Nuten ebenfalls die Bezeichnung "E" stehen. Drehen Sie die untere Platte so, dass die "E" sichtbar bleiben.




Die drei Stützringe werden von unten nach oben immer schmaler. Richten Sie diesen ersten, noch etwas wackeligen Aufbau gerade aus und lassen Sie ihn trocknen.






Danach werden die beiden kurzen Seitenteile nebeneinander eingeleimt. Diese markieren den Standort der Tür. Auch der Ort der Tür ist auf der Bodenplatte markiert. Zu diesen kurzen Seitenteilen gehören auch noch zwei Fußteile. Leimen Sie diese unter die untere Platte.






Nun können auch die restlichen sechs Seitenteile eingeleimt werden. Lassen Sie zwischendurch alles trocknen.


Leimen Sie nun die größte der Bodenplatten von unten auf das bisherige Gestell. Auch auf dieser Platte finden Sie wieder das "E". Leimen Sie die Platte so an, dass die markierten "E" deckungsgleich zu den "E" auf der schon eingebauten Platte sind. Diese unterste Platte hat drei zusätzliche Löcher. Diese können Sie später nutzen, um den Turm auf einer Trägerplatte zu befestigen. Auf den Fotos sind hier 4 mm Schrauben eingesetzt. Dieser Turm soll später als Messemuster auf einem Sockel stehen. Die Schrauben gehören nicht zum Lieferumfang.




Der Fahrstuhlturm in Farbe oder Natur im Shop

Nach dem Trocknen können Sie nun auch noch die beiden restlichen Stufen anleimen. Geben Sie dazu etwas Leim auf die entsprechenden Stellen der Seitenteile und fädeln Sie zuerst die größere und dann die kleinere der beiden Stufen von oben auf den Turm. Klammern Sie die Stufen zum Trocknen fest.




Beenden Sie den ersten Bauabschnitt mit dem Aufleimen des oberen Rundgangbodens. Klammern Sie diesen zum Trocknen auch wieder etwas fest.


Die Turmhaube ist ein markantes Teil des Turmes. Dementsprechend aufwendig ist die Gestaltung. Die Turmhaube besteht aus dem Rundgang und dem aufgesetzten geschindelten Spitzdach. Hier soll es zunächst um den Rundgang gehen, denn dieser ist baulicher Bestandteil des Turmschaftes.
Der Rundgang der Turmhaube ist ähnlich aufgebaut wie der Turmschaft. Es gibt eine obere und eine untere Platte, Seitenteile und dazwischen geleimte Zierteile. Vor der eigentlichen Montage ist aber noch eine Vorarbeit zu leisten. Im Inneren befindet sich eine Zierwand, die den Rundgang vom Turminneren abtrennt. Diese Wandteile werden mit einer Tiffanyverglasung versehen. Diese Verglasung bringen wir im ersten Arbeitsschritt an.


Schneiden Sie dazu die ovalen Bilder exakt aus und leimen Sie diese sehr vorsichtig hinter die zentralen Öffnungen der Wandteile. Was ist eigentlich vorn und hinten bei den Wandteilen? Eigentlich ist das egal. Wichtig ist nur, dass Sie alle Wandteile von der gleichen Seite bekleben. Die seitlichen Stifte an den Wandteilen haben unterschiedliche Abstände. Legen Sie alle Wandteile so auf Ihren Arbeitsplatz, dass sie gleich ausgerichtet sind. Das heißt z. B., dass alle Stifte mit dem größeren Abstand nach links zeigen. Nun können Sie alle Glasfolien von oben auf die Teile leimen. Achten Sie auf die Motive der Folien. Die Blumen und Schmetterlinge sollten immer nach oben zeigen und nicht nach unten fallen. Zum Anleimen der Folien benutzen Sie bitte Alleskleber.


Nun geht es an die Montage. Auf die mit unten markierte Seite der oberen Abdeckplatte werden nun die Seitenteile der Turmhaube geleimt. Es gibt zwölf Seitenteile, wobei zwei von ihnen nur ein Bein haben. Diese beiden besonderen Teile sind wieder für die obere Tür bestimmt. Fangen Sie mit diesen Teilen an und leimen Sie diese in die beiden Nuten rechts und links von der mit "Tür" bezeichneten Stelle.




Setzen Sie nun den kleinen schmalen Ring mit ein. Danach können Sie die anderen zehn Seitenteile in der gleichen Art und Weise an die Deckplatte und den Innenring leimen.


Auf die unteren Enden der Seitenteile leimen Sie den großen schmalen Ring. Die Zapfen der Seitenteile müssen etwas heraus schauen.


Nun können schon die Zierteile eingeleimt werden. Beginnen Sie mit den vorbereiteten schmalen Zierteilen mit den ovalen Bildern. Diese werden zwischen die inneren Stützpfeiler geleimt. An die Stelle ohne innere Stützpfeiler wird die Tür geleimt.

Der Fahrstuhlturm in Farbe oder Natur im Shop






Damit ist der Rohbau des Turmrundganges fertiggestellt und Sie können ihn auf den Turmschaft aufleimen. Geben Sie dazu auf den äußeren schmalen Ring etwas Leim und setzen Sie den Rundgang auf den Turmschaft auf. Die obere und die untere Tür stehen senkrecht übereinander. Die überstehenden Zapfen der Seitenteile des Turmrundganges passen genau in die Löcher der Bodenplatte auf dem Turmschaft. Lassen Sie alles wieder gut trocknen.


Der Fahrstuhlturm in Farbe oder Natur im Shop

Der Fahrkorb

Der Fahrkorb besteht aus vier Wänden, einer Deck- und einer Bodenplatte und der Beleuchtungsleiterplatte. Auf der Leiterplatte ist eine LED mit ein wenig Außenbeschaltung untergebracht. Zusätzlich ragen an allen vier Ecken je eine Schleiföse über die Leiterplatte hinaus. Diese vier Schleifösen sind ausgerichtet und dürfen nicht verbogen werden. Bitte prüfen Sie das vor dem Einbau! Dazu nehmen Sie die Bodenplatten mit den vier kleinen Löchern und legen die Leiterplatte darauf. Die Löcher der vier kleinen Schleifösen müssen mit den Löchern der Bodenplatte übereinstimmen.


Zuerst werden die Farbfolien hinter die Seitenwände geleimt. Dazu ist wieder ein Alleskleber sinnvoll. Die Folien dürfen nicht die Wandöffnungen für die Schleifkontakte oder die Deck- und Bodenplatte verdecken. Achten Sie beim Ausschneiden der Folien darauf.




Der Zusammenbau ist recht einfach. Leimen Sie die vier Seitenwände an die Deck- und die Bodenplatte. Dabei setzen Sie die Leiterplatte und die untere Zierblende mit ein. Achtung: Die Leiterplatte und die Zierblende werden nicht verleimt. Beide Teile bleiben locker. Die Leiterplatte muss sich etwas bewegen können, damit sie ordentlich an den Drähten schleifen kann. Die untere Zierblende wirkt wie ein Deckel. Wenn Sie später einmal in den Fahrkorb müssen, um z. B. das Tragseil zu wechseln, dann brauchen Sie diese Zierblende nur nach oben drücken und gelangen so in das Innere des Fahrkorbes.








Zum Schluss werden noch an die unteren Ecken vier Führungselemente angeleimt. Diese müssen im rechten Winkel zum Fahrkorb stehen.


Nun noch ein paar erläuternde Worte zur Leiterplatte. Sie werden sich sicherlich schon gewundert haben, warum für eine einzelne LED so viel Außenbeschaltung notwendig ist. Der Grund sind die Schleifkontakte. Der Fahrkorb gleitet später an vier gespannten Drähten nach oben und unten. Diese vier Drähte werden durch die vier Ösen der Leiterplatte geführt und sollen den Strom auf den Fahrkorb übertragen. Das geschieht leider nicht kontinuierlich. Die Folge ist ein flackerndes Licht. Deshalb ist es notwendig, dass die Energie im Fahrkorb zwischengespeichert wird. Am einfachsten geht das mit Kondensatoren. Genau das wird mit den Bauteilen auf der Leiterplatte bewerkstelligt. Das Licht kann zwar an den Endpunkten der Fahrstrecke mal ausgehen, weil der Korb längere Zeit ohne Kontakt zur Ruhe gekommen ist, aber bei der Fahrt sollte die LED immer leuchten.

Der Fahrstuhlturm in Farbe oder Natur im Shop

Einbau der Fahrstuhltechnik



Nun wird es etwas aufwendiger. An dieser Stelle muss nun die Technik für den Fahrstuhlturm eingebaut werden. Zunächst wird der Fahrkorb mit dem Zugseil versehen. Verknoten Sie das Zugseil an einem Ende mit einem ausreichend dicken Knoten und Fädeln Sie das Zugseil mit dem unverknoteten Ende von innen durch die Deckplatte des Fahrstuhlkorbes. Ziehen Sie das gesamte Seil durch und prüfen Sie, dass der Knoten ordentlich hält. Verschließen Sie die untere Zierblende des Fahrkorbes wieder.




Setzen Sie in die vier Löcher der obersten Platte des Turmschaftes vier Schrauben von unten ein und befestigen Sie diese mit je zwei Muttern. Ziehen Sie die Muttern leicht an.


Schrauben Sie auf die Leiterplatte mit den LEDs den Motor auf und stecken Sie den Motoranschluss an den zweipoligen Motorstecker an. Den Motoranschluss können Sie verdrehen. Im Moment ist es noch egal, wie Sie den Motor anstecken. Läuft er später falsch herum, dann drehen Sie den Stecker einfach um.


Stecken Sie nun an die Leiterplatte mit den vielen Dioden das achtpolige Kabel und fädeln Sie das Seil durch die Mitte dieser Leiterplatte. Halten Sie es einen Moment fest. Alles zusammen setzen Sie nun in den Turmschaft bzw. auf diesen auf. Wenn die Turmtür zu Ihnen zeigt, dann zeigt auch der Motor zu Ihnen und nach rechts. Das Kabel muss im Turmschaft unten durch die viereckige Öffnung an der Rückseite geführt werden. Lassen Sie es einfach nach unten heraushängen. Arretieren Sie nun die Leiterplatte mit vier weiteren Muttern. Ziehen Sie auch diese leicht an.






Befestigen Sie nun das Kabel an einer Seitenwand des Turmschaftes. Sie können dazu die kleinen rechteckigen Öffnungen an der Innenseite der Seitenteile nutzen. Das Kabel muss innen verlaufen, nicht an der Seite der Seitenteile. Dort kommen später die Ziergitter hin. Binden Sie das Kabel schön dicht an ein Seitenteil, damit es später auch nicht den Fahrkorb stört. Prüfen Sie nach dem Festbinden des Kabels noch einmal den oberen Stecker. Er darf beim Anbinden nicht herausgerutscht sein.


Nun kommt der Arbeitsschritt, der über den einwandfreien Betrieb Ihres Turmes entscheiden wird. Es müssen die vier Schleifdrähte gespannt werden. Dazu sind erst einmal einige Vorbereitungsarbeiten notwendig. Legen Sie sich die nötigen Materialien und Werkzeuge bereit. Beginnen Sie mit den Verschraubungen. Diese finden Sie in der mitgelieferten Lüsterklemmenleiste. Lösen Sie alle Schrauben aus der Klemmleiste und entfernen Sie die Schraubeneinsätze aus dem Plastikteil. Wir benötigen für unsere Arbeit nur die Schraubeneinsätze und die Schrauben, nicht aber das Plastikteil. Setzen Sie die Schrauben wieder ein aber nur so weit, dass Sie frei durch die Klemme schauen können. Insgesamt benötigen Sie acht solcher Klemmen.


Zu den Klemmen gehören auch noch vier kleine Holzringe. Diese befinden sich auf der Trägerplatte des Fahrkorbes. Legen Sie auch diese Ringe bereit.
An Werkzeugen benötigen Sie einen Schraubenzieher, der für die vorbereiteten Klemmen geeignet ist und einen kleinen Drahthaken, den Sie sich aus einem Stück Draht selber biegen können. Mit einer kleinen Pinzette können Sie sich die Arbeit erleichtern. Ist keine zur Hand, dann geht es auch so.


Und nun das wichtigste Zubehör, der Schleifdraht selbst. Wir verwenden dazu ganz normalen Klingeldraht, den es in jedem Baumarkt zu kaufen gibt. Schneiden Sie sich zunächst vier Stücken von ca. 70 cm Länge ab. Isolieren Sie den Draht auf der gesamten Länge vollständig ab. Machen Sie das vorsichtig und stückchenweise, damit der Draht dabei nicht beschädigt wird. Befreien Sie nun den Draht von sämtlichen Knicken und Kanten. Dazu ziehen Sie den Draht über den Metallschaft Ihres Schraubenziehers. Den Draht an einem Ende gut festhalten mit dem Daumen der anderen Hand den Draht auf den Schraubenzieher drücken und dann langsam und gleichmäßig den gesamten Draht zwischen Daumen und Schraubenzieher hindurchziehen. Das Ergebnis sollte ein knickfreier Draht sein, der sich im großen Bogen kringelt. Wichtig ist nun, dass im Folgenden dieser gerichtete Draht keine Knicke mehr bekommt. Also vorsichtig ablegen und auch Vorsicht beim Einbau.


Mit der perfekten Vorbereitung ist der Einbau nun ein Kinderspiel. Bringen Sie zunächst den Fahrkorb auf eine mittlere Position, sodass Sie an die oberen und unteren Führungen schön herankommen. Befestigen Sie das Tragseil, damit der Fahrkorb an dieser Position verbleibt.

Der Fahrstuhlturm in Farbe oder Natur im Shop






Fädeln Sie nun den ersten Draht von oben durch eines der vier kleinen Löcher in der Leiterplatte. Schieben Sie ihn nach unten bis zum Fahrkorb. Mit dem Drahthaken führen Sie den Draht. Vorsichtig, damit er nicht knickt.


Am Fahrkorb angekommen fädeln Sie den Draht zuerst durch eine der kleinen Drahtschlingen oben am Fahrkorb und dann auch durch die Holzführung unten am Fahrkorb. Wichtig dabei ist die Position des Fahrkorbes. Die Seite mit dem großen runden Ornament ist die Türseite. Sie muss den Türen des Turmschaftes gegenüberstehen.


Schieben Sie nun den Draht weiter nach unten und auch noch durch das entsprechende Loch der Bodenplatte. Legen Sie nun den gesamten Turm vorsichtig auf die Seite und ziehen Sie den Draht weiter durch. Auch beim Umlegen des Turmes darf der Draht nicht knicken. Fädeln Sie nun auf das untere Ende des Drahtes die erste Schraubklemme. Das Ende des Drahtes lassen Sie etwa 1 cm überstehen und knicken das Ende um 180° um die Klemme ab. Ziehen Sie nur die Schraube die zum Holz zeigt an. Die andere lassen Sie noch locker. Ist die Klemme befestigt, dann ziehen Sie den Draht am oberen Ende zurück, bis die Klemme unten am Holz anschlägt.




Stellen Sie den Turm wieder auf. Kontrollieren Sie den Draht auf Knicke. Fädeln Sie nun einen Holzring und die zweite Klemme von oben auf den Draht. Ziehen Sie den Draht straff, aber bitte nicht mit Gewalt. Er muss nicht gespannt sein, er soll nur gerade von oben nach unten verlaufen. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden, dann knicken Sie den Draht an der oberen Klemme einfach zur Seite weg. Damit hält er erst mal und Sie können in Ruhe wieder die untere Schraube anziehen. Die Obere bleibt wieder locker.


Kontrollieren Sie den Draht noch einmal auf Knicke. Sie können dazu auch den Fahrkorb per Hand vorsichtig über die gesamte Strecke fahren lassen. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden, dann können Sie zum nächsten Draht übergehen. Sind Sie jedoch nicht zufrieden, dann entfernen Sie den Draht und fangen von vorne an. Bitte verwenden Sie keinen Draht zweimal. Durch die Schraubklemmen ist er so stark geschädigt, dass er beim nächsten Mal reißen könnte.


Nun wird Draht für Draht in der gleichen Art und Weise eingesetzt. Nach jedem Draht kontrollieren Sie diesen wieder. Beachten Sie bei den Kontrollen auch den oberen Endschalter. Je mehr Drähte eingebaut sind, umso exakter sollte der Fahrkorb auch oben in den Endschalter einfahren. Wenn er das nicht sauber tun sollte, dann drücken Sie die Drähte ganz vorsichtig in die entsprechende Richtung.
Sind alle vier Drähte eingesetzt und der Fahrkorb lässt sich leicht von oben nach unten bewegen, dann können Sie zum nächsten Arbeitsschritt übergehen. Jetzt werden an der oberen Platine je zwei der Schleifdrähte gebrückt. Machen Sie sich dazu kleine Drähte von ca. 8 cm zurecht, die Sie an beiden Enden ca. 5 mm abisolieren. Verbinden Sie nun jeweils die beiden nebeneinanderliegenden Schleifdrähte mit dem größeren Abstand zueinander. Dazu können Sie die obere Schraubklemme, die Sie bisher noch locker gelassen haben, verwenden. Eine Frage: Haben Sie unter allen vier Klemmen auch den Holzring darunter? Der Holzring soll garantieren, dass die Metallklemmen auf der Leiterplatte keinen Kurzschluss verursachen. Sollten Sie einen dieser Holzringe vergessen haben, dann müssen wir an dieser Stelle noch etwas tun. Aber keine Angst den Schleifdraht nehmen wir deswegen nicht wieder heraus.


Machen Sie sich ein kleines Stück Papier zurecht und schneiden Sie es zur Hälfte ein. Dann schieben Sie dieses Papier vorsichtig zwischen Klemme und Leiterplatte. Kontrollieren Sie, dass die Klemme nirgendwo die Leiterplatte berührt.
Nun müssen Sie noch den unteren Endschalter einsetzen. Dieser wird an die Rückseite der Bodenplatte eingeleimt. Dazu sind dort zwei Nuten angebracht. Setzen Sie ihn ohne Leim ein und prüfen Sie, ob der Fahrkorb ordentlich hineingleitet. Sie können ihn noch ein wenig ausrichten. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden, dann verleimen Sie ihn von unten.

Der Fahrstuhlturm in Farbe oder Natur im Shop










An dem Kabel vom unteren Endschalter sehen Sie auch noch zwei freie Kabel. Diese müssen nun an zwei der unteren Schleifdrahtklemmen angeschlossen werden. Sie gehören an zwei Klemmen, die dichter zusammenstehen. Was ich Ihnen nicht sagen kann, ist, welcher Draht an welche Klemme kommt. Schließen Sie die Drähte richtig herum an, dann wird die LED im Fahrkorb leuchten. Leuchtet sie nach mehrmaligem Auf und Ab des Fahrkorbes nicht, dann waren die angeschlossenen Drähte wohl verkehrt herum. Bei dem Versuch kann jedoch nichts passieren. Klemmen Sie die Drähte andersherum neu und der Fahrkorb wird leuchten.


Achtung: Die Drähte gehören immer an zwei dicht beieinanderliegende Klemmen, niemals an zwei Klemmen mit großem Abstand. Das würde einen Kurzschluss geben, der einige Verluste an der Schaltung nach sich ziehen würde.
Soviel zur Theorie und nun zur Praxis. Ohne Strom kann natürlich die beste LED nicht leuchten. Um den Fahrkorb zu testen, müssen Sie zunächst die Hauptplatine anschließen. Stecken Sie die beiden Stecker des Fahrstuhlturmes an die Hauptplatine und auch den Stecker des Schaltpultes. Alle Stecker haben eine andere Größe und sind somit nicht zu verwechseln. Der dreipolige Stecker auf der Hauptplatine bleibt frei. An den zweipoligen Stecker stecken Sie das Netzteil. Die Richtung brauchen Sie bei diesem Stecker nicht zu beachten. Stellen Sie den Schalter "Fahrmodus" auf die Mittelstellung (aus) und den Schalter "Licht" auf Gelb oder Rot. Stecken Sie nun den Netzstecker in eine Steckdose. Die obere Turmbeleuchtung sollte leuchten. Verfahren Sie nun den Fahrkorb per Hand und schauen Sie, ob die LED angeht. Tut sie das nicht, dann verdrehen Sie die Anschlüsse, wie im letzten Absatz beschrieben.
Haben Sie die richtige Anschlussart gefunden, dann können Sie alle vier Schrauben anziehen.
Nun soll auch noch der Fahrkorb seinen richtigen Antrieb mit eigenem Motor bekommen. Lassen Sie den Fahrkorb ganz nach unten und befestigen Sie das Tragseil an der Motorscheibe. Dazu können Sie die drei kleinen Löcher nutzen. Schalten Sie nun den Fahrmodusschalter auf "Hand" und versuchen Sie den Fahrkorb mit dem mittleren Schalter nach oben zu fahren. Dreht sich der Motor in die falsche Richtung, dann ziehen Sie bitte den Motorstecker und stecken ihn anders herum wieder auf. Nun sollte sich der Motor in die richtige Richtung drehen.






Testen Sie Ihren Fahrstuhlturm. Die Endschalter sollten sauber angefahren werden und den Motor sicher abschalten. Das Tragseil sollte sauber und gerade aufwickeln und darf nirgendwo scheuern.
Zum Abschluss des Technikeinbaus noch ein paar Worte zur Hauptplatine. Die wichtigsten Funktionen zum Betrieb haben Sie ja schon erfahren. Sie können mithilfe der Schalterplatte die Turmbeleuchtung auf Gelb oder Rot einstellen. Immer wenn Sie eine Turmbeleuchtung gewählt haben, wird auch der Fahrkorb mit beleuchtet.

Der Fahrstuhlturm in Farbe oder Natur im Shop

Den Fahrkorb können Sie gezielt nach oben oder unten fahren, indem Sie den Modusschalter auf Handbetrieb stellen und dann mit dem mittleren Schalter die Richtung vorgeben. Stellen Sie den Modusschalter auf "Automatik" dann fährt der Fahrkorb alle paar Sekunden von allein nach oben und unten. Der mittlere Schalter ist dann wirkungslos.
Mitunter kann es passieren, dass der Fahrkorb stehen bleibt, wenn Sie während der Fahrt das Licht umschalten. Das liegt daran, das die mechanischen Schalter manchmal "prellen" und einen unkontrollierten Schaltimpuls auslösen. Im Automatikbetrieb wird sich der Fahrstuhl nach einigen Sekunden wieder in Bewegung setzen und im Handbetrieb wechseln Sie einfach die Richtung und es geht wieder weiter.
Die Steuerung hat aber noch einige Eigenschaften mehr. Die Hauptplatine hat eine eigene stabilisierte Spannungsquelle von 5V. Das gibt die Möglichkeit die Schaltung an eine Stromversorgung von 7-25 V anzuschließen. Die externe Stromversorgung kann Gleich- oder Wechselstrom sein. Die Schaltung ist somit gut in andere Projekte integrierbar. Bei der Verwendung einer höheren Eingangsspannung oder einer weiteren Abnahme der 5V-Spannung kann es notwendig werden, an dem großen Stabilisierungsschaltkreis einen zusätzlichen Kühlkörper anzubringen.
Die Schalteingänge für die Fahrkorbbewegungen sind so ausgelegt, dass sie ohne Weiteres von anderen digitalen Schaltungen oder Relaissteuerungen angesteuert werden können. Der Turm ist somit sofort in größere Projekte, die z. B. mit einem Rasberry-Pi-Minicomputer gesteuert werden, einbaubar. Zusätzlich gibt es auf der Platine noch den dreipolige Stecker. An ihm sind die 5V der Platine für andere Anwendungen herausgeführt und zusätzlich noch ein Sensoreingang vorgesehen. Dort könnte man eine Lichtschranke oder einen Bewegungsmelder anschließen, damit der Turm nur dann in Betrieb geht, wenn auch jemand davor steht.
Die Pin-Belegung an dem Stecker für das Schaltpult ist so angeordnet, dass der Turm auch ohne das Schaltpult betrieben werden kann. Einfach zwei Jumper gesteckt und der Turm leuchtet und fährt im Automatikbetrieb. Das folgende Foto zeigt die entsprechende Jumperbelegung.


Die Zierteile an den Turmschaft anbringen

Nachdem das Innere des Turmes nun erfolgreich ausgestattet ist, kann er von außen verkleidet und verziert werden. Wenn Sie später einmal im Inneren etwas reparieren müssen, lassen sich diese Verkleidungsteile jederzeit mit etwas Geschick auch wieder lösen und neu einsetzen.
Beginnen Sie mit den Gitterteilen des unteren Turmschaftes. Die Gitterteile für die untere und mittlere Etage sind gleich. Die Gitterteile für die obere Etage haben am oberen Rand eine Vollholzfläche. Alle Gitterteile haben rechts und links je zwei Zapfen. Die Zapfen sind etwas versetzt angeordnet.


Beim Einleimen der Gitterteile ist es wichtig, dass alle Teile in der gleichen Richtung eingesetzt werden, d. h., wenn Sie beim ersten Teil die etwas enger stehenden Zapfen auf der rechten Seite haben, dann müssen bei allen folgenden Teilen auch die enger stehenden Zapfen auf der rechten Seite sein. Geben Sie etwas Leim auf die vier Zapfen des Gitterteiles und setzen Sie es in die entsprechenden Löcher der Seitenteile ein.


Diesen Vorgang wiederholen Sie für alle Gitterteile und zum Schluss auch noch für die große Tür. Die zweiflüglige Tür ist normalerweise geschlossen. Man kann die zwei Türflügel aber auch in der Mitte auftrennen und beide Türflügel getrennt als offene Tür anleimen.




Auf die Gitterteile der unteren und mittleren Etage können Sie auch noch die Zierteile, wie auf dem Bild zu erkennen ist, aufleimen.




Nun werden noch die Zierteile am Turmrundgang angebracht. Bereiten Sie im ersten Arbeitsschritt dazu die Oberlichter vor. Dazu schneiden Sie die Butzenglasfenster rechteckig aus. Leimen Sie hinter jedes Bretterteil einen Fensterrahmen und dahinter eine Butzenglasfolie. Für die Folie verwenden Sie bitte wieder Alleskleber.






Die bogenförmigen Zierteile und die Bretterwände werden zwischen die äußeren Stützpfeiler in die entsprechenden Aussparungen geleimt.


Zum Schluss sind in der gleichen Art und Weise noch die Geländerteile einzuleimen.


Der Fahrstuhlturm in Farbe oder Natur im Shop

Das Dach herstellen

Das Dach der Turmhaube ist recht simpel aufgebaut, erfordert aber einiges an Fleißarbeit. Die meiste Zeit nimmt hier das Schindeln des Daches in Anspruch.
Zunächst wird der Dachstuhl aufgestellt. Er besteht aus 12 Streben und drei Verbindungsringen. Leimen Sie die 12 Streben in die Nuten der drei Verbindungsringe. Die zwei Verbindungsringe mit den Löchern werden oben eingeleimt.




Den Dachstuhl leimen Sie nun auf die Grundplatte des Daches. Die Grundplatte hat dazu wieder die entsprechenden Nuten.




Die zwölf offenen Segmente des Dachstuhles werden nun mit zwei Dachplatten und einem Fensterteil pro Segment verkleidet. Leimen Sie die Teile stumpf auf die Streben. Zwei benachbarte Holzplatten müssen sich dabei immer eine Strebe teilen.








Während der Dachstuhl nun trocknet, können Sie schon die Dachschindeln vorsichtig aus dem Trägerkarton auslösen. Legen Sie die einzelnen Schindelreihen sortiert auf Ihrem Arbeitsplatz bereit.


Das Schindeln eines Dachteiles beginnt immer mit einem schmalen Kartonstreifen am unteren Rand. Danach wird Schindelreihe für Schindelreihe aufgeleimt. Als Orientierung dient Ihnen die Gravur auf der Holzplatte.













Der Fahrstuhlturm in Farbe oder Natur im Shop

Gehen Sie beim Schindeln vorsichtig mit dem Leim um. Leimflecke auf dem Karton sind nicht wieder entfernbar.


Die Fugen zwischen den Schindelreihen können Sie mit den Dachpfannen abdecken. Dazu lösen Sie diese aus dem Trägerkarton aus. Biegen Sie jede Dachpfanne über einen runden Stab (z. B. Schraubenzieher) etwas in Form.


Krönen werden wir unseren Turm mit einer Wetterfahne. Sie besteht aus drei Teilen: dem Stab, der Wetterfahne und einem Kegel aus Karton als Dachschindelabschluss.


Das Kartonteil für den Kegel sollten Sie über einer Bleistiftspitze etwas in Form bringen. Passen Sie es an die Rundungen des Daches an. Machen Sie den Kegel dabei besser etwas zu spitz als zu flach. Leimen Sie den Kegel zusammen und die Wetterfahne in den Stab.




Stecken Sie nun den Kegel von unten an den Stab, leimen Sie ihn aber nicht fest.


Mit dem Aufsetzen des Daches auf den Turm sind die Arbeiten beendet.




Weitere Links:

Der Fahrstuhlturm in Farbe oder Natur im Shop

Kundenberichte

Bastelanleitungen

Pyramiden-Konfigurator

Shop